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Referenteninterviews

Fan-Token: The next Big Thing im Sport

Fan-Token: The next Big Thing im Sport

Top-Clubs wie Juventus Turin und PSG kreieren einen eigenen Fan-Token. Wie Token die Sportwelt revolutionieren, was dahinter steckt und warum Sticker-Sammelalben auf Blockchainbasis einzigartig sind, darüber spricht Dirk Weyel CEO von Stryking im Interview.

Was ist ein Fan-Token? Was darf man sich darunter vorstellen?

Weyel: Ein Fan Token auf Blockchain-Basis kann unterschiedliche Funktionen und Mehrwerte für Clubs und Fans haben. Es gibt Anbieter, die in Kooperation mit großen Fußball-Clubs Fan Tokens herausbringen, die den Fans bestimmte Nutzen bieten, z.B. bestimmte „Voting Rights“ bei Entscheidungen des Clubs und die Fans gleichzeitig belohnt für Engagement und Loyalität.

Unser Ansatz ist spielerischer, wir werden den STRYKZ Token in unsere Fantasy-Sports-Plattform „Football-Stars“ einbauen, die wir ständig erweitern mit neuen Gameplay-Elementen, mehr Content und neuen Lizenzen und Partnerschaften. Der aktive User/Fan wird belohnt mit Tokens für verschiedenste Aktivitäten und hat gleichzeitig die Chance, sein Expertenwissen und seine Leidenschaft tatsächlich zu monetarisieren – ohne ins „Wettgeschäft“ einzusteigen.

Wie profitieren Spieler, Clubs und Ligen von der Technologie?

Weyel: Spieler, Clubs und Ligen können mit gut eingesetzten Tokens ihre Fans global intensiver binden und sie belohnen für ihre Treue und ihren Einsatz. Blockchain-basierte Fan Tokens sind global einsetzbar, unabhängig von Währungen und Ländergrenzen und die Technologie bietet Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Damit ergeben sich deutlich effizientere und weitreichendere Möglichkeiten zur Fanbindung, -motivation und Monetarisierung.

Wo sind Fan-Token schon im Einsatz und wie werden sie angenommen?

Weyel: Die meisten Projekte mit Fan-Tokens im Sportbereich, die bereits öffentlich angekündigt wurden, sind noch nicht im Einsatz, sondern stehen kurz davor. Es gibt bereits erste Projekte, aber die großen Launches kommen erst noch. Ich gehe davon aus, dass wir ab dem dritten Quartal 2019 eine stark ansteigende Zahl von Projekten mit Fan Tokens im Sportbereich sehen werden.

Welche Anwendungsbeispiele sind möglich?

Weyel: Es gibt derzeit grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Tokens, die als Fan Token Sinn machen. Das sind „fungible“ und „non-fungible“ Tokens. Fungible Tokens sind tauschbar und teilbar. Sie sind eine Art Loyality-Währung, wobei jeder Token der gleichen „Sorte“ den gleichen Wert hat und entsprechend eingesetzt werden kann. Ein Club könnte zum Beispiel seinen eigenen Fan Token aufsetzen, mit denen er seine Fans belohnt und mit dem die Fans für bestimmte Leistungen und Erlebnisse „bezahlen“ können.

Eine andere Form von Fan Tokens sind die sogenannten „non-fungible tokens“. Dabei handelt es sich um einzigartige, limitierte und nicht austauschbare oder teilbare Tokens. Bekanntestes Anwendungsbeispiel für diese „NFTs“ sind Collectible Card Games, also im Grunde „Sticker-Sammelalben auf Blockchain-Basis“. Das heißt, jede einzelne Spielerkarte bzw. jeder einzelne Sticker ist ein eigener, einzigartiger und nicht kopierbarer Token. Die Major League Baseball hat als erste professionelle Sportliga ein solches NFT-basiertes Game herausgebracht, die NFL ebenfalls und kürzlich hat auch die Formel 1 ein solches Spiel angekündigt. Wir werden ebenfalls NFT-basierte Collectible Card Games im Fußballbereich und in anderen Sportarten herausbringen.

Die Zukunft von Live-Experience

Die Zukunft von Live-Experience

Technische Lösungen die früher undenkbar waren, sind mittlerweile einfach umsetzbar. Trotzdem gibt es nichts Besseres als gemeinsam einzigartige Momente zu erleben und direkt miteinander zu kommunizieren. Davon ist Florian Weber, der Geschäftsführer von Concept Solutions, überzeugt. Bei allen Themen der Digitalisierung gibt es einen Punkt, der sich aus seiner Sicht nie ändern wird: Der persönliche Kontakt bleibt nach wie vor entscheidend.

Was muss ein Event heute bieten: Alles digital? Was hat sich grundlegend durch die Digitalisierung verändert?

Weber: Prinzipiell soll Digitalisierung Events und Erlebnisse aufwerten und vereinfachen. Teilnehmer werden ein interaktiver Teil des Events, können mitbestimmen oder Feedback während der Veranstaltung abgeben. Neben Besuchern vor Ort wird auch eine große passive Zielgruppe durch Live-Streams und Online-Events erreicht.

Welchen Trend machen Sie aus?

Weber: Anhand der Anfragen der letzten Jahre merkt man immer mehr, dass es Veranstaltern ein Anliegen ist, das Publikum mithilfe Voting- oder Feedbacktools aktiv in das Event einzubinden. RFID Bänder für einen kinderleichten Check-In oder bargeldlose Transaktionen bzw. Live Streaming und Online-Events „on demand“ für Interessierte halten immer mehr Einzug in heimische Events.

Zu unserem Leidwesen haben sich Fernsehshows stark entwickelt. Das hat bewirkt, dass der Überraschungseffekt von Veranstaltungstechnik bei Events ein ganz anderer geworden ist. Wenn man sich Formate wie ‚Das Supertalent' ansieht, dann sind die Bühnen vollgepackt mit Technik. Da hängen drei- bis vierhundert kopfbewegte Scheinwerfer. Bei den klassischen Clubbings gab es früher vielleicht vier oder acht davon und alle waren total beeindruckt. Heute hängt man 20 auf und es hat eigentlich keinen Effekt mehr, weil die Leute schon zu sehr daran gewöhnt sind.

Heute funktionieren dafür andere Dinge: Festivals sprießen aus jeder Ecke und füllen die Veranstaltungskalender des ganzen Landes. Neben klassischer Musikfestivals hat gefühlt mittlerweile jede Speise und Alkoholgetränk sein Eigenes. 

Wo liegen die Erwartungen der Zuseher/Publikum?

Weber: Neben der fortschrittlichen Vernetzung und Digitalisierung von Events, werden die Anforderungen für uns als Eventtechnik-Unternehmen auch immer höhergesteckt. Agenturen und Veranstalter suchen immer neue Möglichkeiten, das Publikum zu begeistern und ihre Botschaften nachhaltig zu platzieren. Sei es mit Hologrammen, bewegten Kinetic Balls, großen LED Wänden und programmierten (Licht-)shows.

Das Publikum, geprägt durch TV und deren verschiedenster Showformate, erwartet sich Entertainment pur – und das zurecht, denn wenn es eines ist was heutzutage niemand hat dann ist es Zeit. Es soll also auf leichtesten Wegen neue Kontakte geknüpft und Informationen unterhaltsam aufbereitet, vermittelt werden. Selbst eine kurze Recherche in Google Trends zeigt eine schon seit Jahren stetig steigende Nachfrage nach Infotainment. Zusammengefasst: STOP BEING BORING!

Wie werden Events der Zukunft aussehen?  
Weber: Events die aus Sicht der Teilnehmer einen Sinn haben, werden sich durchsetzen. Ob Wissensvermittlung, Genuss oder reines Entertainment – Veranstalter müssen die Ressource Zeit als ein wertvolles Gut betrachten und mithilfe verschiedenster technischer und digitaler Hilfsmittel ihre Botschaften unterstreichen. In unserer Lagerhalle befindet sich daher enorm viel „Spielzeug“ um Veranstaltern hierbei unter die Arme zu greifen. Schon in der Planungsphase werden wir von unseren Kunden involviert um mit neusten Technologien und Eventtechnik aufzuwarten und das Eventerlebnis zu etwas ganz Besonderem zu machen.

Die neue Tipico Bundesliga

Die neue Tipico Bundesliga

Ein Neuanfang bringt nicht nur Veränderungen mit, die allen gefallen. Vor welchen Herausforderungen steht die Bundesliga in Österreich? Im Interview spricht Christian Ebenbauer, Vorstand ÖFB, über die Funktion der 2.Liga, Free-TV und warum Bundesliga-Fußball planbarer geworden ist.

Wurden die Erwartungen durch die Veränderung im Spielformat erfüllt? Welche Vorteile bieten sich?

Ebenbauer: Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Es zeigt sich, dass die Liga durch den neuen Modus an Spannung gewinnt und die drei Meisterschaftsphasen die dramaturgischen Erzählmöglichkeiten deutlich steigern. Der Kampf um die Meistergruppe war schon ab Oktober ständig Thema in den Medien, ab dem Frühjahrsstart im Februar wurde dieser natürlich noch einmal verstärkt, hatte einen intensiven Finalcharakter. An den vier Frühjahrsrunden sieht man auch, dass die Zuschauer am neuen Modus interessiert sind und der Zuschauerschnitt im Vergleich zum Herbst um 525 Zuschauer gestiegen ist. Die Konstellation mit dem SK Rapid, der Wiener Austria und dem SK Sturm im Kampf um Meistergruppe war natürlich gut für die Aufmerksamkeit, so ehrlich muss man sein. Jetzt fokussiert sich alles auf den Finaldurchgang mitsamt der Meisterschaftsentscheidung, dem Abstiegskampf und dem Run auf die internationalen Plätze, der mit einem eigenen Europa League Play-off nochmal ordentlich Würze reinbringt.

Hat die 2. Liga mit 16 Vereinen Zukunft?

Ebenbauer: Sie hat vor allem auch eine wichtige Funktion. Nämlich einen passenden Übergang zwischen Amateur- und Profifußball zu ermöglichen. Das aktuelle Lizenzierungs- bzw. Zulassungsverfahren zeichnet dazu bereits in der ersten Saison ein sehr positives und nachhaltiges Bild. Von 16 Klubs wären fünf reif für die Tipico Bundesliga, zehn haben die Zulassung für die HPYBET 2. Liga problemlos und ohne Auflagen erhalten, nur einem einzigen Klub konnte man in erster Instanz aufgrund eines fehlenden Formulars, wie mittlerweile bekannt ist, die Zulassung nicht erteilen.

Auch aus sportlicher Sicht ist erfreulich, dass sich die Punkteabstände zwischen den Klubs in der 16-er Liga im 5-Jahres-Vergleich deutlich reduziert haben, was die sportliche Homogenität zeigt. Insgesamt ist die sportliche Entwicklung besser als von vielen erwartet wurde. Außerdem bietet diese 16er-Liga ein gesichertes Mittelfeld, in dem sich vor allem junge Spieler gut entwickeln können. In der Zehnerliga war die eine Hälfte im Aufstiegs-, die andere im Abstiegskampf.

Wie passen die Amateurmannschaften von Bundesligisten in eine zweite Spielklasse?

Ebenbauer: Die HPYBET 2. Liga hat vor allem auch zum Ziel Entwicklungsplattform für junge Spieler zu sein. Rund 25 Prozent der Einsatzminuten wurden in der Hinrunde von österreichischen U22-Spielern absolviert, ein großer Teil davon entfällt auf die Spieler der Amateurmannschaften, die oft frisch aus den Akademien kommen und auf möglichst hohem Niveau Spielpraxis im Erwachsenenfußball sammeln sollen. Auch vom ÖFB haben wir für diese Entwicklung positives Feedback erhalten.

Welche Auswirkungen hatte der Wegfall vom Free-TV?

Ebenbauer: Bundesliga-Fußball findet nach wie vor im Free-TV statt. Durch den neuen TV-Vertrag ist zwar das wöchentliche Live-Spiel am Sonntag entfallen, das Angebot an frei konsumierbaren Inhalten hat sich jedoch deutlich weiterentwickelt. Der Fan hat seit heuer viele Möglichkeiten, sämtliche Highlights nur wenige Augenblicke nach Schlusspfiff zu sehen. Und auch das Rundherum wird vor allem durch die neuausgebauten Formate von Sky, wie „Dein Verein“ oder „Die Abstauber“, sehr informativ und unterhaltsam in Szene gesetzt. Formate, die übrigens am Free-TV-Montag von Sky, für jeden Fan frei zugänglich sind.

Könnte man sagen, dass im Pay-TV zwar weniger Masse, dafür aber mehr relevante Zielgruppen erreicht wird? Welchen Vorteil bietet der aktuelle TV-Vertrag mit Sky?

Ebenbauer: Uns war wichtig, dass jeder Fan die Möglichkeit hat, entsprechend seinen Bedürfnissen, Bundesliga-Fußball zu konsumieren und die gesamte Liga eine breite Berichterstattung erhält. Dieser Mix aus Free- und Pay-TV, aber auch Videos auf dem Klub-Homepages, wird dem modernen Konsumverhalten gerecht und wir erreichen jeden Fan-Typus in seinem gewohnten Umfeld.

Neben dem finanziellen Aspekt des neuen TV-Vertrags ist auch die Zusammenarbeit mit Sky sehr positiv. Das kommt dann auch den Fans zu Gute, wenn man an die früher feststehende Termingestaltung und Ankickzeiten denkt. Bundesliga-Fußball ist planbarer geworden. Allein in der vergangenen Saison mussten 22 Spiele kurzfristig verschoben werden, heuer war es lediglich dreimal notwendig, einmal aufgrund einer behördlichen Auflage zweimal wegen des Weiterkommens im internationalen Bewerb.

„Gemeinsam haben wir uns hohe Ziele gesteckt“

„Gemeinsam haben wir uns hohe Ziele gesteckt“

Mit Blick auf die EM 2020 im eigenen Land ist das Potential für den Handball groß. Wie gelingt der Liga eine mediale Präsenz? Wie helfen Daten und strategische Partnerschaften mit Liga-Sponsor spusu bei der Entwicklung des Handball-Produkts in Österreich? Thomas Berger, der Geschäftsführer der spusu LIGA im Interview.

Wie helfen strategische Partnerschaften mit dem Liga-Sponsor spusu bei der Entwicklung des Handball-Produkts in Österreich?


Berger
: Im Rahmen unserer AGENDA 2021, unserem 5 Jahresplan in Richtung EURO 2020, haben wir im vergangenen Jahr viele Gelegenheiten beim Schopf gepackt, wie die langfristige Kooperation mit Sportradar & unser neues spusu LIGA & spusu CHALLENGE Matchcenter, die Gründung (https://www.spusuliga.at/spusu-liga/saison/spusu-liga-matchcenter.html) der neuen spusu LIGEN (Fusion der Vermarktungs- & Medialisierungsplattformen der 1. & 2. LIGA) und damit verbunden ein Haupt- & Titelsponsor der 2. LIGA (www.spusu.at), den Ausbau unserer digitalen Kommunikationsaktivitäten mit starken Reichweitenzuwächsen, der Premiere eines KURIER Handballmagazins zusammen mit dem ÖHB, der Akquise neuer Sponsoringpartner, der Erweiterung unserer Livestream- & TV-Produktionen - mittlerweile produzieren wir zusammen mit LAOLA1 60 TV-Spiele, dem Launch von www.bandenverleih.at, der Eröffnung von „Die Halbzeit“, unseres Podcasts mit Marcus Kerti & Christoph Edelmüller u.v.m.  Gemeinsam haben wir uns hohe Ziele gesteckt, die wir Schulter an Schulter als Team, sehr fokussiert, fleißig, ziel- und ergebnisorientiert, 24/7 mit Geballter Leidenschaft auf dem Weg zur Teamsportart Nr. 2 in Österreich verfolgen. Wir sind insgesamt auf einem guten Weg uns unsere „Träume" zu erfüllen, haben aber noch viele Herausforderungen vor uns. „Träume gehen in Erfüllung, für die, die jede Gelegenheit beim Schopf packen.“ (Malcolm S. Forbes)

Über 6 Mio. Zuseher, 98 Prozent Ticketauslastung und begeisterte Fans: Das war die Handball EM in Deutschland. Die Latte für die Österreichische EM liegt hoch. Ein Vergleich?


Berger
: Handball Deutschland und Dänemark haben hervorragende und beispielhafte Arbeit geleistet. Die angeführten Zahlen sind am internationalen Sportwirtschaftsmarkt aufgefallen und hoch geachtet. Die WM 2019 ist allerdings nicht das einzige Erfolgsbeispiel hinsichtlich Medienwerten und Auslastung. Die nationalen und internationalen Verbände arbeiten seit über 20 Jahren sehr intensiv und erfolgreich an der Weiterentwicklung des Handball-Produkts. Beispiele wie das alljährliche VELUX EHF Champions League Final Four und die alle zwei Jahre ausgetragenen EHF EUROs belegen das sehr eindrucksvoll. Mitunter konnte Österreich hier 2010, bei der letzten Heim-EURO, auch neue Maßstäbe setzen, die dem OK-Team rund um Martin Hausleitner viel Lob und Anerkennung eingebracht haben und mitunter eine Grundlage für die neuerliche Vergabe an Österreich im Jänner 2020 waren. Hier ein paar Zahlen der EHF EURO 2016 in Polen: 1,6 Milliarden TV-Zuseher; Übertragungen in 175 Länder; 75 TV-Stationen vor Ort; 400.600 Zuseher vor Ort; 60 Mio. User über Social Media Aktivitäten; 1.200 PressevertreterInnen.

Von 8 Mio. Einwohnern Österreichs gibt es noch wenige, die für Handball brennen. Wie soll das Feuer entfacht werden? Wie sieht die Strategie aus?


Berger:
Das ist eines unseren großen Ziele für die Zukunft noch mehr Österreicherinnen für diesen großartigen Sport zu begeistern. Aktuell spielen ca. 20.000 aktiv Handball. Unser Ziel in den nächsten 5 Jahren müssen doppelt soviel sein. Das kann mitunter durch folgende Maßnahmen gelingen:

-  Weiterhin der erfolgreichste österreichische Ballsport zu sein und die Spitzenleistungen (regelmäßige Qualifikationen zu Großereignissen) unserer Nationalteams zu fördern.

-  Die erfolgreiche Produktentwicklung in den spusu LIGEN weiter konsequent verfolgen und ein relevanter Teilnehmer am österreichischen Sportwirtschaftsmarkt zu bleiben. Mittelfristig soll hier auch die Damenliga (WHA) von den gesetzten Entwicklungsschritten profitieren. Wir haben im österreichischen Damenhandball eine große Basis und Tradition mit vielen Erfolgsgeschichten.

-  Die unermüdlichen Arbeiten der Trainer, Betreuer, Funktionäre, Spieler, Eltern und aller weiteren Stakeholder in den Vereinen schätzen, unterstützen und stärken.

-  Die professionellen Strukturen (sportlich wie organisatorisch) in den Regionen stärken und ausbauen um z.B. die Bemühungen um neue Vereinsgründungen sowie Schulaktivitäten kontinuierlich voran treiben zu können, aber auch die Förderungen von regionalen Talenten in adäquaten Leistungsstrukturen zu ermöglichen.

-  Den Ausbau der Infrastruktur stetig zum Thema machen. Das ist sicher auch einer der ganz großen Unterschiede zu anderen erfolgreichen Handballnationen, dass wir in Österreich zu wenige Spiel- & Trainingsstätten haben.

Das ist nur ein kleiner Auszug von weiterführenden Gedanken zum Handballsport in Österreich. Aktuell finden hierzu sehr gute Gespräche in Arbeitsgruppen zu den zukünftigen Entwicklungsschritten statt. Wir haben eine tolle Basis und viele Ziele/Herausforderungen ab 2020, die wir gemeinsam stemmen möchten.

80 Prozent der Sponsoren sagen, sie wollen ihren Content auch auf Social Media Kanälen sehen. Was plant die spusu Handball Liga dazu?


Berger:
Wie oben schon beschrieben, haben wir in den letzten Jahren unsere digitalen Kanäle massiv ausgebaut und können hier mittlerweile eine Vielzahl an Plattformen anbieten. Dazu zählen unter anderen eigene Livestream- & TV-Produktionen - eine eigene OTT-Plattform - mit unserem wichtigsten Partner LAOLA1, mit Christoph Vetchy ein eigener Social Media Verantwortlicher, ein wöchentlicher Social Media Mediaplan, div. Tipp- & Gewinnspiele, div. Voting-Aktivitäten mit unserem Hauptsponsor spusu, ein spusu LIGA-Messanger-Kanal in Kooperation mit toni.ai, die langfristige Datenpartnerschaft mit Sportradar sowie unsere neuen Geballte Leidenschaft Onlineshops in Kooperation mit Sport21 & Ballco.

Wie soll der Leistungshandball genutzt werden, um die Jugend nachhaltig zu fördern?


Berger
: Durch die regelmäßigen Qualifikationen unserer Nationalteams ist Handball der erfolgreichste Ballsport Österreichs der letzten Jahre. Seit 2010 haben wir uns mit dem Männer-Nationalteam für 3 EMs und 3 WMs qualifiziert - 6 Großveranstaltungen in 9 Jahren. Diese Topleistungen schaffen grundsätzlich Medienpräsenz, Vorbilder, Haltungen und Leistungsstrukturen im Verband, den LIGEN und den Vereinen von denen unsere Jugend profitiert. Ein ganz besonderes Beispiel ist die Kooperation mit RED BULL, aktuell mit dem Juniorennationalteam Jahrgang 2000, die für unsere Nachwuchsspieler ein hoch professionelles Umfeld mit ganz besonderen Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Die Grundlage dieser Spitzenleistungen wird im Leistungshandball bei den spusu LIGA-Vereinen und ihrer unermüdlichen Arbeit für HANDBALL AUSTRIA gelegt. Beim Sensationssieg über den amtierenden Europameister Spanien am 11. April in Dornbirn unter Neo-Coach Ales Pajovic (aktuell auch noch Trainer beim spusu LIGA Verein RETCOFF HSG Graz), standen 12 spusu LIGA-Spieler im 18-Mann-Kader. Wir sind derzeit sehr fleißig daran, diese österreichische Handballschule weiter zu bauen und die Austausch- & Abstimmungsprozesse aller Stakeholder weiter zu verbessern um in Zukunft an noch größeren Zielstellungen und in noch professionelleren Rahmenbedingungen arbeiten zu dürfen.

So ticken die Fans von morgen

So ticken die Fans von morgen

Interview mit Charles Bahr,  Gründer von Tubeconnect Media

Dank digitaler Medien haben Minderjährige mehr Einfluss denn je. Wenn sie in ihren Videos oder Posts etwas empfehlen, wirkt das authentisch. Und Authentizität gilt als Währung in der Werbung. Wie die junge Zielgruppe tickt, welche Social Media Kanäle sie 2019 nutzt und worauf Unternehmen achten müssen, darüber spricht Deutschlands jüngster Unternehmer Charles Bahr im Interview.

Wie würden Sie die Generation Z beschreiben? Wie tickt sie, was unterscheidet sie zur Vorgeneration?

Charles Bahr: Ich bin fest davon überzeugt, dass sich Qualität und Talent in der Generation Z, am Ende durchsetzen. Die Gen Z konsumiert nicht nur Inhalte und interagiert, sondern möchte massiv mitgestalten und selbst eigene Inhalte kreieren. Sie ist die Erste, die eigenständig die Medienlandschaft mitgestalten kann - und das mit dem Smartphone als alltägliches Tool. Dennoch würde ich sie nicht unbedingt als weltoffener oder kreativer als vorherige Generationen beschreiben, sie ist viel eher erstklassig in der Lage, mit den neuen Medien umzugehen, die Vertretern älterer Generationen vielleicht aktuell noch Angst machen.

Der Medienkonsum der Jugendlichen ändert sich nahezu gleich schnell, wie neue Medien am Markt auftauchen. Welche sind es 2019, die die Jugendlichen nutzen? Was ist „State of the Art“ der Generation Z?

Charles Bahr: Ein Beispiel dazu. Für mich gibt es ein Symbolbild im Bezug auf das Nutzungsverhalten der Gen Z: Wir haben die Autobahn, das sind die Nutzungsgewohnheiten und die grundlegenden Bedürfnisse von Jugendlichen. Das ist die eigene Filterblase, das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und die Content-Kreation.
Dann haben wir die Autos, das sind die einzelnen sozialen Netzwerke. Klar, ein Auto fährt mal schneller als ein anderes, eines kommt vielleicht schneller aus der Mode und ein wieder anderes Medium hält sich sehr lange. Am Ende sind es aber die Menschen, die die Autos bauen, die sie fahren, die dafür sorgen, wie erfolgreich und wie „schnell“ sie sind.

Ich finde es daher immer schwierig, einzelne Netzwerke aufzuzählen - aber relevant sind aktuell besonders in der ganz jungen Generation Tik Tok & Snapchat. Zwei Netzwerke, mit denen sich der ein oder andere Marketeer vielleicht noch gar nicht auseinander gesetzt hat. 

Was ist Ihrer Erfahrung nach das Problem im Umgang mit Influencer Marketing?

Charles Bahr: Es gibt kein „Gütesiegel“, keinen einheitlichen Qualitätsstandard für Influencer Marketing. Jede Agentur kann einfach sagen, dass sie Influencer Marketing anbietet. Und das ist unabhängig davon, ob sie es whitelabeled, vielleicht erst drei Kampagnen in dem Bereich umgesetzt hat oder gar den Social Media Praktikanten geeignete Künstler recherchieren lässt.

Für Kunden ist das in den meisten Fällen wenig transparent. Es werden immense Summen für Creator bezahlt, von denen oft nur ein Bruchteil tatsächlich an den Künstler gehen und das allermeiste geht an Agenturen, die sich alle samt Provision abziehen. Dadurch entstehen weitere Schleifen in der Kommunikation und ein „Stille Post“-Effekt, der eigentlich gar nicht notwendig ist, wenn die Lead-Agentur für Influencer Marketing sich direkt mit dem Künstler oder seinem Management zusammensetzt, was bei uns in den allermeisten Cases der Fall ist.

Welche Inhalte interessieren Teenager 2019?

Charles Bahr: Alles, was Action, Abenteuer & Interaktion beinhaltet. Es muss einen kreativen und informativen Mehrwert bieten, damit es für Jugendliche relevant ist. Es muss eine Story erzählen. Jede Marke, die noch nicht jeden Tag coole Geschichten auf Social Media erzählt, die in erster Linie gar nichts mit der eigenen Marke zutun haben muss, lässt Potential auf dem Tisch liegen.

Was raten Sie Unternehmen, die die junge Zielgruppe verstehen wollen?

Charles Bahr: Wer Teenager 2019 verstehen möchte, muss sich aktiv mit ihnen zusammensetzen. Das soll kein Aufruf sein uns zu buchen, sondern viel eher, sich vielleicht einen Praktikanten dazu zu holen oder eine interne Fokusgruppe zu Teenager Marketing zu starten. Denn nur so kann man ungefilterte Meinungen einsammeln, verarbeiten und in die eigene Kommunikationsstrategie sinnvoll mit integrieren.

Was ist ein absolutes „no go“ bei der Generation Z?

Charles Bahr: Werbung. Es klingt absurd, aber ist absolut wahr. Alles, was auch nur annähernd nach offensichtlicher Werbung oder Reklame aussieht, wird eiskalt ignoriert - egal, welche Geschichte es erzählt. Sie müssen eine Geschichte erzählen, die auf den Werten der Marke beruht und erst danach den Connection Point zum Slogan oder der Message schlägt.

Wie sieht interessante Werbung aus und wie sollten Marken das für sich nutzen?

Charles Bahr: Interessante Werbung ist die, die nicht nach ihr aussieht. Ein spannender, inspirierender oder unfassbarer Clip kann dabei genauso gut funktionieren wir der Content eines Influencers, der vielleicht nicht primär auf den höchsten Qualitätsstandards basiert, aber einfach glaubwürdig und authentisch die Zielgruppe anspricht.
Es gibt allerdings nur wenige Marken, die es heutzutage schaffen, wirklich bei Teenagern anzukommen. Dazu zählen besonders in der Fashion-Branche Supreme und Levi’s (der Hype mit dem weißen Shirt und dem schlichten, roten Logo).

 

Kurz zur Person. Die ersten Schritte als Unternehmer

„Die Idee zu tubeconnect kam mir 2016, als ich das erste Mal bewusst als Konsument mit Social Media in Verbindung kam. Damals hatten sich die ersten Multi-Channel-Networks gegründet, allen voran Mediakraft Networks, die mir trotz meiner jungen Jahre einen guten Einblick in die Professionalisierung der Influencer-Branche gebracht hatten. Dennoch hatte ich festgestellt, dass es in diesem Bereich noch keinen Studiengang gab und somit viele Personen, die dort tätig sind, durch ein Praktikum oder wenig Berufserfahrung zu einem YouTube-Netzwerk gekommen sind - ganz naiv dachte ich: Das kann ich ja auch.

Durch ein erstes Team aus ein paar Freunden und ein Schulpraktikum bei einer anderen Influencer-Agentur aus Hamburg erhielt ich so weitere Einblicke und Know-How aus der Branche und habe ab da angefangen, meine eigene Agentur langfristig aufzubauen. Wir wachsen immer weiter und werden uns nun in 2019 strategisch noch massiv weiterentwickeln.“

Österreichischer Tennisverband: gezielte Online-Maßnahmen statt Spams

Österreichischer Tennisverband: gezielte Online-Maßnahmen statt Spams

Interview mit Thomas Schweda,  Geschäftsführer des ÖTV 

Auch im Social-Media-Bereich will sich der Österreichische Tennisverband (ÖTV) als Experte im Tennis positionieren. Im Interview spricht Thomas Schweda, der Geschäftsführer des ÖTV, über digitale Kanäle, Newslettermarketing und wie Verbandsmitglieder zu Multiplikatoren des Tennissports werden.

Heute reicht es nicht mehr, einen Praktikanten für die Social-Media-Arbeit zu beauftragen. Wie sieht die Social-Media-Agenda des ÖTV aus?

Schweda: Der ÖTV hat vor etwa eineinhalb Jahren begonnen, den Social-Media-Bereich durch einen Verantwortlichen im Marketing professioneller zu führen und zu betreuen. Ende 2018 haben wir uns schlussendlich für eine Kooperation mit der Social-Media-Agentur ML Marketing entschlossen, um den großen Content, der in gesamt Tennis-Österreich vorhanden ist, professionell zu kanalisieren, aufzubereiten und in den entsprechenden Social-Media-Kanälen zu transportieren. In diesem Zuge haben wir auch mit Instagram gestartet, um die junge Zielgruppe zu erreichen. Weiters haben wir den Social-Media-Auftritt in allen Kanälen grafisch komplett neu gestaltet. Wir möchten modern und authentisch kommunizieren und uns auch im Social-Media-Bereich als Experte im Tennis positionieren. Unsere Social-Media-Seiten haben vier Funktionen: Informationskanal, der alles Wissenswerte und Hintergründe im Tennisbereich zur Verfügung stellt; Entertainment-Kanal, der auf spielerische Art und Weise Wissen vermittelt (Videos, Grafiken, Gewinnspiele, Quizes, etc.); Servicekanal für Anfragen und Beschwerden; Plattform mit großer Reichweite und definierter Zielgruppe für Partner und Sponsoren.

 

Digitale Kanäle sind ein Türöffner für neue Sponsoren. Wie wahren Sie die Balance zwischen diesen Interessen und Fan-Bindung?

Schweda: Jeder Newsletter beinhaltet neben Informationen eines Partners auch zwingend ein Thema des ÖTV bzw. aus der Tenniswelt mit Österreich-Bezug. Es gibt keinen reinen Werbe-Newsletter. Unsere Partner verschicken über uns ebenfalls Themen mit Tennisbezug. Diesen Partner steht eine begrenzte Anzahl an Newslettern zur Verfügung, sodass wir unsere Fans und letztlich Mitglieder nicht mit Spams überhäufen.

 

Wie werden Verbandsmitglieder zu Multiplikatoren?

Schweda: Die Mehrheit der österreichischen Tennisspielerinnen und Tennisspieler auf hohem Leistungsniveau sind auf Instagram und Facebook aktiv. In diesem Bereich ist es sehr wichtig, sich gegenseitig bei gewissen Postings zu „markieren“, um so den Multiplikations-Effekt in allen Altersklassen optimal zu nutzen. Auch unsere ÖTV-Trainer, die ÖTV-Referate, alle Landesverbände und Turnierveranstalter sind aufgerufen, den ÖTV dabei aktiv zu unterstützen.

 

Wie sieht die Zukunft aus? Nur noch digital?

Schweda: Der ÖTV hat das Privileg, die offizielle Rangliste, den offiziellen Turnierkalender und die offiziellen Liga-Tabellen auf der ÖTV-Website zu präsentieren. Daher werden dort sehr große Zugriffszahlen gemessen, und die neu geschaffenen Online-Werbeplätze für ÖTV-Partner funktionieren sehr gut. Ein großer Teil der Turnierorganisation, etwa die Einreichung beim ÖTV oder die Spieleranmeldung, funktioniert ebenfalls schon online. In den Tennisvereinen selbst schreitet die Digitalisierung auch in großen Schritten voran - online Platzreservierung, Mitgliederverwaltung, etc. Im organisatorischen Bereich wird sich der Tennissport daher bestimmt digital noch weiterentwickeln. Man darf bei all der Digitalisierung jedoch nicht vergessen, dass Tennis immer noch offline am Platz stattfindet. Daher wird es auch zukünftig emotionsgeladene Tennisevents geben, bei denen Freud und Leid live miterlebt werden können.

Nordic Ice Skating im Skigebiet

Nordic Ice Skating im Skigebiet

Das Pilotprojekt „Alpine Ice“ schickt Touristen auf einem drei Meter breiten Eislaufweg durchs Skigebiet. 2020 werden erstmals Gäste der Gasteiner Bergbahnen mit Schlittschuhen unterwegs sein. Die neue Wintersportidee ist sprichwörtlich bahnbrechend: Neue Sportarten entstehen. Im Interview spricht Martin Schobert von Alpine Ice über die Voraussetzungen, den Trend „Nordic Ice Skating“ und warum Eislaufen sogar bei Plusgraden möglich wäre.

Eislaufen am Berg: Trend oder Spinnerei?
Schobert:
Fehlt der Schnee sind immer öfter Alternativen gefragt. Das Projekt Alpine Ice ist eine Antwort auf den Ruf nach neuen Konzepten für den Wintertourismus. Eislaufen ist in Europa die beliebteste Wintersportart, noch vor dem Skifahren. Deshalb haben wir ein Produkt entwickelt, das die bestehenden Ressourcen in den Skigebieten nützt und die Sehnsucht nach dem Bergerlebnis und Eislaufen verbindet.

Was darf man sich darunter konkret vorstellen?
Schobert:
Wir haben ein fixfertiges Erlebniskonzept für das Eislaufen am Berg entwickelt.Wanderwege werden zu Eislaufbahnen für Schlittschuhläufer. Neue Sportarten, wie das in Skandinavien, den USA und Kanada populären „Nordic Ice Skating“, das dem Langlauf ähnelt, wird neue Zielgruppen in die Berge locken. Und am Eislaufplatz in luftiger Höhe dreht man seine Runden oder verbringt die Zeit mit Eisstockschießen. Die Innovation ist ein schneeunabhängiges Erlebnisprodukt, das auch in niederen alpinen Lagen funktioniert.

Wie kamen Sie auf die Idee?
Schobert:
Die entstand vor drei Jahren in einem schneearmen Winter. Wir suchten eine Ergänzung zum Skifahren – auf Augenhöhe mit den Berggipfeln. Eislaufen boomt in den Städten und zählt zu den beliebtesten Wintersportarten im urbanen Raum. Deshalb wollen wir die Wintersportart als alpine Inszenierung mit Panorama-Blick auf die Berge bringen. Gemeinsam mit Renate Bauer von „14.40 Innovationsgestaltung“ entwickelten wir ein Erlebnis-Produkt, das fix fertig umgesetzt werden kann.

Welche Voraussetzungen braucht ein Gebiet, um Eislaufen am Berg anzubieten?
Schobert:
Alpine Ice liefert von der Machbarkeitsstudie, den Verleihstationen mit Depots, Wärmehütten, Gastronomie im Pop-up-Style und WLAN-Entertainment bis zu Kursprogrammen alle Services für Bergbahnen. Für den Bau der Eislaufplätze, Eisbahnen und Eiswege arbeiten wir mit der Firma AST aus Reutte zusammen. AST ist der Weltmarktführer für Kunsteisbahnen.

Wie hoch sind die Investitionskosten für das Projekt?
Schobert:
Die sind abhängig von Lage und Länge der Strecke. Ab ca. 800.000 Euro ist das komplette Produkt zu haben. Bei 100 Betriebstagen und 400 Gästen täglich hat sich aber vor allem durch den Verleih von Eislauf-Sportartikeln, Eisstöcken und dem Verkauf der Lifttickets die Investition in längstens drei Jahren amortisiert. Der Energieverbrauch ist viel geringer als die Beschneiung eines Schischulhanges. Zur Eisproduktion und -pflege braucht es wenig Wasser. Mit Hilfe energiesparender Kältepumpen-Technik werden die Eislaufflächen als 10 cm dickes Eis auf Kautschukbändern aufgebracht. Das Kühlmittel basiert auf einer natürlichen Solelösung. Es ist ein nachhaltiges Sporterlebnis.

Wie lange braucht es, bis Eislaufen am Berg in einem Gebiet umgesetzt wird?
Schobert:
Ist ein geeignetes Areal nahe der Bergstation gefunden und sind die Umweltverträglichkeitsprüfung, die technischen und organisatorischen Machbarkeitsstudien absolviert, dann kann das Projekt innerhalb von wenigen Tagen umgesetzt werden.

Wie sieht die Zukunft aus?
Schobert:
Es gibt bereits Gespräche mit weiteren Skigebieten in Tirol, der Schweiz und es liegen auch schon Pläne vor, um Alpine Ice in den Dünen der Ostsee umzusetzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald erste Touristen mit Schlittschuhen in den Bergen begrüßen dürfen. Die Wintersport-Innovation am Berg wird in St.Gallen am Sporttourismus Forum vorgestellt, dann sehen wir weiter.

"Mehr Spannung durch das neue Bundesliga-Format"

"Mehr Spannung durch das neue Bundesliga-Format"

Christine Scheil, Geschäftsführerin von Sky Österreich, über über die Pläne des Senders im Bereich Sport.

SPORT & MARKE 2018

Sie sind seit knapp drei Jahren Geschäftsführerin von Sky Österreich. Wie hat sich das Sport- und speziell das Fußballangebot in dieser Zeit verändert und wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung?

Christine Scheil: "Trotz der verschärften Wettbewerbssituation auf dem internationalen Sportrechtemarkt ist es uns gelungen, Highlights für unsere Kunden zu setzen. Erstmals ist es Sky gelungen, sich das Recht zu sichern, ab der Saison 2018/19 vier Jahre lang alle 195 Spiele der höchsten Spielklasse Österreichs live zu zeigen – 191 davon exklusiv. Dies bietet uns in vielerlei Hinsicht neue Möglichkeiten. Kombiniert mit den Rechten an der UEFA Champions League und der Deutschen Bundesliga bleibt Sky damit auch weiterhin die Heimat des Fußballs. Ein weiteres Highlight ist unsere Rechtevereinbarung mit der ATP. Neben Wimbledon können Sky Abonnenten mit Dominic Thiem bei allen Turnieren der ATP World Tour Masters 1000 und bei den meisten der ATP World Tour 500 inklusive den Erste Bank Open in Wien sowie bei den ATP World Tour Finals mitfiebern."

Welche Auswirkungen versprechen Sie sich vom neuen Spielmodus der Österreichischen Fußball-Bundesliga?

Scheil: „Auf den Punkt gebracht: Mehr Spannung. Mit der 12er Liga und dem neuen Spielmodus ist garantiert, dass bis zum 195. und letzten Match eine Menge auf dem Spiel steht, in diesem Fall geht es um die Qualifikation für die UEFA Europa League."

Mit DAZN hat Sky im Sportbereich einen starken Konkurrenten bekommen. Wie sehr spürt man das auch in Österreich?

Scheil: „Wir sehen Wettbewerb grundsätzlich als etwas Positi­ves und begrüßen jeden neuen Player im Markt, der dazu bei­trägt, dass der Pay TV-Markt wächst, und die Österreicher vermehrt Alternativen zum frei empfangbaren TV-Programm in Betracht ziehen. Dennoch ist es für uns das oberste Ziel so viel Exklusivität wie möglich zu erwerben."

Vielen Dank für das Interview!

"Die Zusammenarbeit mit Dominc Thiem gestaltet sich hervorragend"

"Die Zusammenarbeit mit Dominc Thiem gestaltet sich hervorragend"

Andrea Schmitz-Dohnal, Head of Marketing der Bank Austria, spricht über über die Markenpositionierung der Bank Austria mit dem Botschafter Dominic Thiem.

SPORT & MARKE 2018

Seit Juli 2017 ist Dominic Thiem Markenbotschafter für die Bank Austria. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?

Andrea Schmitz-Dohnal: "Die Zusammenarbeit gestaltet sich hervorragend. Mit Dominic Thiem als klarer Nummer 1 des österreichischen Tennis und Top-Ten-Spieler in der Weltrangliste haben wir einen Markenbotschafter für uns gefunden, der ebenso bekannt wie sympathisch ist und für Werte steht, die uns wichtig sind. Er gehört einer Generation an, die unsere innovativen Produkte besonders gerne nutzt – z.B. alle unsere Mobile Banking App Features wie Fotoüberweisung, Geld an Handy-Kontakte-senden und vieles mehr."

Welche Ziele verfolgt die Bank Austria mit der Kooperation und wie aktivieren Sie das Engagement?

Schmitz-Dohnal: „Dominic Thiem hat gerade als höchst erfolgreicher, international tätiger Sportler und junger Shooting-Star Bedarf an unseren Beratungsleistungen durch Experten. Unsere Services, Apps und Features hat begleiten ihn überallhin. Das zu verdeutlichen ist Ziel der Partnerschaft. Insofern ist Dominic Thiem zugleich Markenbotschafter im Dienste des Images und promotet ganz konkrete Services, die uns auch bei der Neukundengewinnung unterstützen. Aktuell im  Zentrum steht unsere neue Kampagne zur Beratungskompetenz der UniCredit Bank Austria."

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"Österreichs eSport Community bereit für internationale Bühne"

"Österreichs eSport Community bereit für internationale Bühne"

Marco Harfmann, Director Transformation & Marketing Communications bei A1 Telekom Austria, spricht über die Erfahrungen als Titelsponsor der A1 eSports League Österreich.

SPORT & MARKE 2018

Mit der Gründung der A1 eSports League Austria gibt es nun eine professionelle Plattform in Österreich. Was sind Ihre Erfahrungen nach der ersten Saison?

Marco Harfmann: "Nicht nur die Medienresonanz der ersten Liga war sehr positiv, auch von der Community wurde die A1 eSports League Austria sehr gut angenommen. Aus über 850 Teilnehmern konnten sich über 4 Monate hinweg die besten Teams und Spieler herauskristallisieren. Dabei gab es spannende Spiele, tolle Events und regelmäßig aktiven Austausch mit der Community. Aus Sicht von A1 wirkt die eSports Community in Österreich bereit, sich auch auf internationalen Bühnen zu messen."

Einige Marken sind bereits im eSports vertreten: Wie aktiviert A1 das Sponsoring bei der eSports League?

Harfmann: "Vielleicht schon, ich weiß es nicht, weil wir sie nicht haben. Aber es war Wahnsinn, wie viele Leute unseren Sport verfolgt haben. Für mich war es ein ganz spezieller Olympia-Moment. Positiv wie negativ. Es war unglaublich, wie viele Menschen mitgefiebert haben und letztendlich enttäuscht über die verpasste Medaille waren. Das Drama, dass ich die Goldmedaille im letzten Moment verloren habe, hat viele mitgerissen. Auch wenn wir keine Medaille haben, so haben wir viel Aufmerksamkeit erhalten."

Einige Marken sind bereits im eSports vertreten: Wie aktiviert A1 das Sponsoring bei der eSports League?

Harfmann: „Mit der A1 eSports League Austria – powered by ESL unterstützt A1 nicht ein einzelnes Event sondern organisiert eine Spiele- und Plattform-übergreifende Liga. Damit positioniert sich A1 mit dem Thema eSports direkt und authentisch in dem wichtigen Jugend-Segment."

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"Es braucht Leute, die professionell arbeiten"

"Es braucht Leute, die professionell arbeiten"

Janine Flock, Skeleton Vize-Weltmeisterin und zweifache Europameisterin, spricht über Olympia, Sponsoren und was sich ändern muss.

SPORT & MARKE 2018

Ist Erfolg planbar und wie gut war Ihr Pyeongchang-Plan?

Janine Flock: "Erfolg ist planbar. Man braucht eine gute Taktik und viele ausgeklügelte Einzelpläne für das Sommer- und Wintertraining sowie einen Ernährungsplan, Regeneration, Therapien und die Vorbereitung auf die einzelnen Rennen. Alles ist bis ins letzte Detail geplant. Unser Plan für Pyeongchang war gut. Wir hatten ja kaum Rückhalt vom Verband und waren nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Jede Woche mussten wir uns einer neuen Situation stellen und sehr flexibel sein."

Ist die verpasste Medaille auch eine verpasste Chance für Sie und den Skeleton- Sport in Österreich?

Flock: "Vielleicht schon, ich weiß es nicht, weil wir sie nicht haben. Aber es war Wahnsinn, wie viele Leute unseren Sport verfolgt haben. Für mich war es ein ganz spezieller Olympia-Moment. Positiv wie negativ. Es war unglaublich, wie viele Menschen mitgefiebert haben und letztendlich enttäuscht über die verpasste Medaille waren. Das Drama, dass ich die Goldmedaille im letzten Moment verloren habe, hat viele mitgerissen. Auch wenn wir keine Medaille haben, so haben wir viel Aufmerksamkeit erhalten."

Hat Ihnen Olympia neue Sponsoren gebracht?

Flock: „Leider noch nicht, da einige Firmen die offen stehende Verbandssituation abwarten möchten. Zum Glück habe ich den Rückhalt aktueller Sponsoren. Im Moment sind uns die Hände gebunden. Es hängt vieles in der Luft. Für mich als Athletin ist das sehr nervenraubend. Ab 31. März gibt es keine Trainer, kein Verbandsbüro und keine Ansprechpersonen mehr. Mir sind die Hände gebunden."

Der Österreichische Bob- und Skeletonverband (ÖBSV) muss sich strukturell ändern. Wie?

Flock: „Es braucht ein Leitbild, ein Konzept, Visionen. Man braucht einen Grundstein, auf dem man aufbauen kann und Leute, die professionell arbeiten. Ein Verband muss wie ein Unternehmen geführt werden. Da fließen Gelder. Es braucht Jugendförderung, professionelle Trainer und Physiotherapeuten, die auch bezahlt werden. Es braucht mehr Professionalität."

Sie werden auf Österreichs größtem Sport-Kongress „Sport & Marke“ am 7. Mai in Wien auftreten. Wie wichtig sind solche Branchentreffs für Sportler?

Flock: „Sehr wichtig. Im Endeffekt treffen sich zwei Partner verschiedener Lager, die beide Erfolg anstreben. Der Leistungssport könnte ohne Firmen und Sponsoring nicht funktionieren. Ich glaube, die ganze Welt be- steht aus Netzwerken und man strebt immer Win-Win- Situationen an. Auch für Firmen ist der Sport eine perfekte Plattform, um ihr Ziel zu repräsentieren."

Im Gegensatz zu anderen Ländern ist Skeleton in Österreich eine Randsportart. Wie finanzieren Sie sich?

Flock: „Neben den Sponsoren erhalten wir öffentliche Fördergelder, die allerdings je nach den Ergebnissen angepasst werden. Zudem bin ich beim Bundesheer angestellt, um meinen Lebensunterhalt zu sichern."

Erst vier Monate vor Olympia hat man Ihnen einen Physiotherapeuten organisiert. Kommen die Förderungen im Sport richtig an?

Flock: „Wenn die Gelder richtig ankommen würden, dann müssten Physiotherapeuten, Trainer und der Betreuerstab finanziert sein. Das war bei uns nicht ganz der Fall. Wir haben uns unseren Service- mann selbst bezahlen müssen."

Was wünschen Sie sich? 

Flock: „Wir haben bei den Olympischen Spielen gesehen, dass man mit sehr wenigen Mitteln erfolgreich sein kann. Es bräuchte nicht viel, damit es perfekt ist. Wir sind jetzt in der Phase, in der wir handeln und planen müssen. Jetzt ist die Sportpolitik gefordert."


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„Österreich zählt zu unseren Kernmärkten..."

„Österreich zählt zu unseren Kernmärkten..."

Stephan Strehlow, Head of Marketing bei SAXOPRINT, gibt Preis warum Eishockey und eine Online-Druckerei zusammen passen.

SPORT & MARKE 2017

Wie passen SAXOPRINT als Online-Druckerei und die  Österreichische Nationalmannschaft im Eishockey zusammen?

Stephan Strehlow: Über das Premium-Recht österreichische Eishockey-Nationalmannschaft können wir glaubhaft kommunizieren, für was SAXOPRINT steht: hohe Geschwindigkeit, präzises Druckhandwerk, erstklassige Qualität, Leidenschaft und Teamwork. Unser Engagement beim ÖEHV und dem Nationalteam reiht sich dabei perfekt in unser bestehendes Sponsoringportfolio ein. Darüber hinaus haben wir durch diesen Partner Zugang zu sehr interessanten Kommunikationsnetzwerken.

Ihr Ziel ist die Bekanntheitssteigerung im europäischen Raum. Weshalb ist das Sponsoring in Österreich für Sie interessant?


Stephan Strehlow: „Österreich zählt zu unseren Kernmärkten. Er ist hart umkämpft bei einem hohen Wettbewerberdruck. Sponsoring, insbesondere Sportsponsoring, ist dabei ein relevanter Bestandteil in unserem Kommunikations-Mix."

Bei Sport & Marke stehen Sie auf der Bühne des Forums Aktivierung. Inwiefern benötigt das Sponsoring bei der Eishockey Nationalmannschaft eine Aktivierung?

Stephan Strehlow: „Meiner Meinung nach benötigt jede Sponsoring Aktivität Aktivierung. Durch Emotionen und Interaktion erreicht man eine deutlich tiefere Verankerung der Marke. Das bloße Abbilden seines Markenzeichens im Kontext von Sportsponsoring ist längst nicht mehr ausreichend. Unser Ziel ist das Abheben aus der Masse an Sponsoren, das emotionale Aufladen unserer Marke und vor allem eine Interaktion mit unserer Zielgruppe. Die Aktivierung von Sponsorships ist notwendig, um ein Involvement zu erzielen und im relevanten Set der Zielgruppe zu bleiben


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"Gemeinsame Monetarisierungs-Konzepte sind nötig"

"Gemeinsame Monetarisierungs-Konzepte sind nötig"

Interview mit Axel Klingel, Managing Director task communication

SPORT & MARKE 2016

Die Digitalisierung des Sporterlebnisses ist in aller Munde, dennoch hat man das Gefühl, der „Shift“ ist bei uns noch nicht wirklich angekommen. Wo liegt Europa im Vergleich zu Amerika?
Axel Klingel: 
"Der strukturelle Unterschied zwischen Stadien und Hallen in den USA und in Europa begründet sich insbesondere mit der infrastrukturellen Ausstattung. Kaum eines der Venues in den 3 Top-Ligen NBA, NFL und NHL, sowie der überwiegende Teil der weiteren überwiegend für Konzerte genutzten Multifunktionshallen in den Vereinigten Staaten, verfügen zumindest über ein flächendeckendes WLAN. Die damit zur Verfügung stehenden Hotspots werden in den überwiegenden Fällen mit einer Venue-bezogenen App und/oder entsprechenden Angeboten der dort spielenden Teams ergänzt. 

Zudem existieren oft ergänzende Angebote von Sponsoren, Partnern und Dienstleistern die über die Netze der Hallen und Stadien den Nutzer mit Zusatzdiensten wie Information zum öffentlichen Nahverkehr, Angeboten nach Ende der Veranstaltung und Tickets für kommende Veranstaltungen versorgen. Da die Nutzung von Smartphones auch in Europa weiter wachsen wird, kann von einer weiter steigenden Anforderungen der Stadionbesucher an Konnektivität ausgegangen werden." 

Es gibt viele Möglichkeiten digitale Features während eines Events zu integrieren. Was ist Ihrer Meinung nach der stärkste Trend, was hat das Potential zum "Business Case" zu werden?

Axel Klingel: "
Der Schwerpunkt von Stadionapplikationen liegt hierzulande tatsächlich noch in der Übermittlung von Informationen zu Spielständen, Team-News und stadionspezifischen Dienstleistungen, sowie der Nutzung als Schnittstelle zu sozialen Netzwerken der Besucher. Ein bereits jetzt wachsender Bereich ist die Integration von Event-bezogener Werbung in den Anwendungen. Mehr als 50% der App-Nutzer des Super Bowls 2016 haben sich während des Stadionbesuchs die Werbespots nach Ausstrahlung im TV auf Ihre Endgeräte gestreamt.  Zukünftig, und das zeigt zumindest die Entwicklung in den USA, aber auch erste Erfahrungen aus Großbritannien, werden verstärkt auch Absatzfunktionen über die mobilen digitale Systeme in und im Umfeld der Venues hinzukommen. So wurde während des Super Bowls 2016 eine um mehr als 60% höhere Nutzung von Cateringangeboten über die Levi's Stadium App festgestellt. 

Einen Business Case stellt das vor dem Hintergrund der teils enormem Investitionen insbesondere bei der Nachrüstung existierender Arenen noch nicht dar. Erst wenn Betreiber, Nutzer und Partner der Venues gemeinsame Konzepte für die Monetarisierung entwickeln und umsetzen, werden entsprechende Rückflüsse zu erwirtschaften sein  - hierbei sind vor allem Merchandising, Ticketing und Cateringangebote, sowie Affiliate-Programme mit Sponsoren und Handelspartnern zu nennen. 

Haben Sie bereits Kenntnisse über das Nutzungsverhalten digitaler Zusatzangebote?/ Welche Investitionen machen sich bezahlbar? 
Axel Klingel: "Aufgrund der derzeit noch schwachen WLAN-Infrastruktur zumindest in mitteleuropäischen Stadien und Arenen, kann zwar von einem wachsendes Interesse an Zusatzangeboten gesprochen werden, es kann aber noch keine Ableitung hinsichtlich der Rückflüsse getätigter Investitionen getroffen werden. Eines ist jedoch offensichtlich, die Betreiber von Stadien und Arenen, ob privat oder kommunal bewirtschaftet, sind mit stetig wachsenden Anforderungen seitens der Nutzer, also Vereinen, Veranstaltern oder Sponsoren, von Caterern und von Besuchern konfrontiert. Allein durch den Einsatz von Mobile Payment über das Smartphone werden Produktivitätszuwächse erwartet die den Betrieb eines Stadions wirtschaftlicher machen.  

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass zukünftig auch stärker Sicherheitsaspekte eine Rolle spielen. So kann bereits heute das Bewegungsverhalten von Besuchern in Stadien und Arenen über die sich im System registrierten Endgeräte beobachtet und analysiert werden. Zukünftig werden insbesondere bei Großveranstaltungen und im Zusammenspiel mit Mobile Ticketing personenbezogene Daten erhoben die eine Personalisierung der Tickets und damit damit eine einfachere Identifikation des Besuchers ermöglichen."


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"One-Stop-Shop für Sportanbieter"

"One-Stop-Shop für Sportanbieter"

Interview mit Rainer Geier, Geschäftsführer LAOLA1

SPORT & MARKE 2015

Rainer Geier, Geschäftsführer der LAOLA1 Multimedia GmbH, im Interview über die Erfolgsfaktoren von LAOLA1, den starken Einfluss der sozialen Medien auf die strategische Ausrichtung von LAOLA1 sowie seinen Vortrag am 20. April 2015 bei SPORT & MARKE.

Herr Geier, Sie sind Europas größte Sport-Streaming-Plattform und einer der größten österreichischen Produktionsdienstleister. Worin sehen Sie die Erfolgsfaktoren von LAOLA1?
R.G.:
 "Wir haben schon sehr früh begonnen die gesamte Wertschöpfungskette im digitalen Sportbereich anzubieten. Dieser "first-mover"-Effekt, gepaart mit unserem klaren Fokus auf Innovation und höchste Qualität sowie unsere Internationalisierungsstrategie sind sicher die Basis unseres Unternehmens.
So betreiben wir mit LAOLA1.at und LAOLA1.tv zum einen zwei starke Medienmarken, betreuen aber auch Website- und Mobile-Dienstleistungen für zahlreiche internationale Vereine, Verbände und Medien und bieten zum anderen im Streaming- und Produktionsbereich unser umfassendes Know-how auch am Markt an. Zudem kommen noch hochwertige Medienrechte von Sportevents durch unsere Rechteagentur the sportsman dazu, die vor allem für Medien- und Sportwettanbieter interessant sein können. Wenn Sie so wollen, verstehen wir uns als One-Stop-Shop für alle Anbieter im Sportbereich."

Inwiefern beeinflussen die sozialen Medien, Second Screen, Connected Stadium etc. Ihre strategische Ausrichtung? Worauf legen Sie Ihr besonderes Augenmerk?
R.G.: 
"Sehr stark. Da soziale Medien für alle Sportevents prädestiniert sind, sei es um einfach mit seinen Freunden zu diskutieren, Gefühlsausdrücke zu verbreiten oder Meinungen zu kreieren, beschäftigen wir uns sehr stark mit dem Thema. Wir bieten für unsere User, Fans und Follower einen eigenen Facebook-Stammtisch, Twitter-Walls und Hashtags an, um untereinander zu diskutieren bzw. vor allem mit unseren LIVE-Kommentatoren oder auch Redakteuren in Kontakt zu treten – Fragen zu stellen, Meinungen kund zu tun etc. Darüber hinaus bieten wir virale Spiele an, die zu unserem Content passen. Und vor allem wollen wir unsere Fans mit einbeziehen: zum Beispiel durch eine Fanaktion, in der wir über Facebook einen Co-Kommentator für ein Spiel aus der spanischen "La Liga" gesucht und gefunden haben.
Nicht zu vergessen sind unsere LIVE-Ticker von LAOLA1.at als Second Screen Applikation. Neben dem TV-Bildschirm hat man so einen kompakten Überblick über Statistik-Daten, Blitztabelle, Heatmaps und Spielerdaten."

Im Medien.Forum von SPORT & MARKE werden Sie am 20. April 2015 mit Dieter Jaros von Sky Österreich an einer Diskussionsrunde mit dem Thema „Social Media, Paid-Content, Video Content - Neue Formen der Monetarisierung“ teilnehmen. Auf was dürfen sich die Zuhörer freuen?
R.G.: 
"Ich denke, dass es sehr viele neue Inputs und Erfolgsstrategien von innovativen Unternehmen im Medienbereich geben wird. Die Zuhörer dürfen sich sicher auf jede Menge "Insights", neue Denkansätze und Medienkonzepte freuen, die sie vielleicht auch für sich selbst umsetzen können. Ich freue mich bereits auf eine ansprechende Diskussion mit den Kollegen."

Vielen Dank für das Interview!

 

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Der K(r)ampf um die Fans

Der K(r)ampf um die Fans

Interview mit Jochen Sauer, Geschäftsführer FC Red Bull Salzburg und Christian Ebenbauer, Vorstand Österreichische Fußball-Bundesliga

SPORT & MARKE 2015

Wie werden Ligen, Sportarten, Vereine und Verbände für Zuschauer, Partner und Sponsoren interessant? Dies ist eine der Kernfragen der zweiten Ausgabe von SPORT & MARKE am 20./21. April 2015 in Wien. 400 Teilnehmer und 45 Referenten diskutieren brandaktuelle Themen des österreichischen Sportbusiness. Stets im Fokus: Die Professionalisierung und Erschließung des Sportstandorts Österreich. Der Veranstalter ESB Marketing Netzwerk führte im Vorfeld des Kongresses exklusiv ein Interview mit Christian Ebenbauer, Vorstand der Österreichischen Fußball-Bundesliga, und Jochen Sauer, Geschäftsführer des FC Red Bull Salzburg zum Status Quo des österreichischen Fußballs.

Seit der Saison 2007/2008 sind die Zuschauerzahlen in österreichischen Stadien rückläufig. Welche Gründe sehen Sie hierfür?
Jochen Sauer.: „Ein möglicher Grund ist das Liga-Format im Zusammenhang mit dem Umstand, dass in Österreich viele größere „Traditionsvereine“ aus verschiedenen Gründen aus dem Profifußball verschwunden sind. An ihrer Stelle sind etliche kleinere Klubs in die oberste Liga aufgestiegen. Diese sind zwar sportlich durchaus ebenbürtig, verfügen aber über ein deutlich geringeres Fanpotential. Generell ist es mir aber auch wichtig zu erwähnen, dass der Fußball in Österreich Woche für Woche weit mehr Menschen bewegt als jede andere Sportart und überdurchschnittliches lautes Jammern dem Produkt deutlich mehr schadet als hilft.“

Christian Ebenbauer.: „In erster Linie ist darauf hinzuweisen, dass wir in der Herbstsaison 2014 erstmals seit 2008 wieder ein Zuschauerwachstum haben, sowohl in der tipico Bundesliga mit 8% als auch in der Sky Go Ersten Liga mit 12%. Mit dem überaus erfolgreichen Nationalteam und Klubs in den internationalen Wettbewerben haben wir die Chance, auf diesem positiven Trend weiter aufzubauen, um den Rekordwert aus der Saison 2007/08 rund um die EURO Euphorie wieder zu erreichen und hoffentlich auch zu überbieten.“

Als Grund, weshalb sie keine Fußballspiele mehr anschauen gehen, geben rund 45% der Befragten an, dass Ihnen die Eintrittspreise und die Kosten des Stadionbesuchs zu hoch seien. Welche Lösungsansätze schlagen Sie vor?
J.S.: 
„In diesem Zusammenhang ist mir wichtig zu erwähnen, dass der FC Red Bull Salzburg im gesamtösterreichischen Vergleich sehr moderate Eintrittspreise bei sehr hohem Stadionkomfort bietet. Eine Möglichkeit, das Fans sich nicht bzw. weniger an den Eintrittspreisen stoßen ist es, die Stadioninfrastruktur zu verbessern. Für gute Qualität ist man sicherlich (eher) bereit, gutes Geld zu bezahlen.“
C.E.: „Natürlich könnte man jetzt sagen, mit einer Preissenkung wäre dem entgegen gewirkt. Unter dem Aspekt, dass ein Stadionbesuch in der österreichischen Fußball-Bundesliga im europäischen Vergleich günstig ist, muss man dieses Thema meines Erachtens jedoch andersrum angehen. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis gegeben ist. Die An- und Abreise, der Stadion-Komfort und das soziale Erlebnis sind zusätzlich zum sportlichen Ereignis in den Vordergrund zu stellen.“

Vergleichsweise gibt es weniger Gewaltvorfälle in Österreich, als in anderen Ligen. Dennoch assoziiert man häufig Gewalt-Bilder mit der Österreichischen Liga. Wie löst man Ihrer Meinung nach das Problem mit der Aussendarstellung?
J.S.: 
„Ich bin mittlerweile schon sehr viele Jahre im Fußball aktiv (1860 München, Hertha BSC, VfL Wolfsburg) und habe viel erlebt. Meine Erfahrungen in Österreich sind dazu ganz andere, ich kann diesen Eindruck nicht nachvollziehen.“
C.E.: „Wichtig ist, das Bild in der Öffentlichkeit zu ändern. Die Stadien in Österreich sind sicher. Wir müssen aber natürlich weiter daran arbeiten, dass neben den Stadien selbst auch das Umfeld der Stadien noch sicherer wird. Zur weiteren Verbesserung sind Prävention und Aufklärung besonders wichtige Mittel. In diesem Zusammenhang arbeiten wir eng mit dem BMI, dem ÖFB und den Klubs zusammen. Infrastrukturelle Bedingungen unterstützen darüber hinaus die Sicherheit der Fans in den Stadien. Leider macht aber ein Vorfall, wie zum Beispiel jener im November beim Wiener Derby, die gute Arbeit von einem ganzen Jahr kaputt.“

Wo sehen Sie dringenden Entwicklungsbedarf, um den Österreichischen Fußball weiter zu professionalisieren?
J.S.:
 „Hier sehe ich zwei Bereiche, die verbesserungswürdig sind: Infrastruktur und die mediale Vermarktung des „Produktes Bundesliga“!“
C.E.: „Die Infrastruktur wird in den nächsten Jahren ein wichtiger Punkt zur weiteren Professionalisierung sein. Dazu haben wir eine Offensive ausgerufen, die auch von den Klubs gut angenommen wird. Es gilt aber auch weiterhin die guten Entwicklungen der letzten 10 Jahre in wirtschaftlicher Hinsicht weiterzuführen sowie die Organisationsentwicklung des Profifußballs zu forcieren. Dadurch soll im Ergebnis das Image des österreichischen Profifußballs verbessert werden. Schließlich ist der Fußball nicht nur weltweit sondern auch in Österreich ein wesentlicher sozialer und wirtschaftlicher Faktor.“

Haben Sie ein Vorbild bei dem Sie sagen: "Dieser Verein mach einen sehr guten Job!". Welcher ist dies und weshalb?
J.S.: 
„Die Arbeit bei der SV Josko Ried finde ich bemerkenswert. Auch Ried ist ein kleiner Klub, der allerdings über ein atmosphärisch sehr feines Stadion verfügt, in der sämtliche Bereiche durchaus attraktiv gestaltet sind. Ich denke, dass sich VIP-Gäste, Fans, Medien und auch die Gastmannschaft im Rieder Stadion zumeist sehr wohl fühlen. Und auch sportlich leistet der Klub schon über Jahre hindurch gute Arbeit, bleibt auch bei zwischenzeitlich geringerem Erfolg ruhig und behält die Linie und Strategie bei.“
C.E.: „Gleichbehandlung ist das oberste Prinzip der Geschäftsstelle der Bundesliga. Deswegen möchte ich jetzt keinen Klub speziell hervorheben. Vor allem sind bei derartigen Vergleichen immer auch die unterschiedlichen Voraussetzungen zu berücksichtigen. Und damit sind wir beim wichtigsten Punkt. Unser Ziel ist es, die 20 Klubs der Bundesliga trotz dieser teilweise großen Unterschiedlichkeiten gemeinsam weiterzuentwickeln. Natürlich ist auch jeder Klub gefordert mit den vorhandenen Mitteln das Maximum in sportlicher, wirtschaftlicher, infrastruktureller und organisatorischer Hinsicht zu erreichen.“

Vielen Dank für das Interview.

 

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"Es gibt zwei Sponsoringmärkte in Österreich"

"Es gibt zwei Sponsoringmärkte in Österreich"

Interview mit Konrad „Conny“ Wilczynski, Geschäftsführender Manager SG INSIGNIS Handball WESTWIEN

SPORT & MARKE 2015

Die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN spielt in der höchsten Österreichischen Spielklasse der Handball Liga Austria. 1946 gegründet, durchlief der Verein historisch einige sportliche und finanzielle Höhen und Tiefen, inklusive Zwangsabstieg und Rückzug des Hauptsponsors 1980/81. Nach einem umfassenden Neustart 2011 und organisatorischen Umstrukturierung stehen die Handballer aus Westwien nun vor ambitionierten Zielen. Geschäftsführender Manager Konrad „Conny“ Wilczynski arbeitet an der Weiterentwicklung und Professionalisierung des Vereins - vom Produkt zur Marke. Welche Voraussetzungen bei einer strategischen Professionalisierung eines Clubs erforderlich sind erzählt „Conny“ Wilczynski im Interview.

Welche Rolle spielt die Professionalisierung im Sport in Österreich?
Conny Wilczynski: 
"Die Professionalisierung spielt eine entscheidende Rolle. Viele Vereine und Verbände haben sich in den letzten Jahren zu Wirtschaftsunternehmen entwickelt – man kann einen Verein oder Verband nicht mehr einfach nebenbei führen, wenn man professionell und erfolgreich arbeiten will. Unser Grundsatz lautet: Hauptamtlichkeit in der Spitze, Ehrenamt in der Breite.
Der Sport alleine wird es aber nicht schaffen. Hier wünsche ich mir ein klareres Commitment von Wirtschaft, Politik und Medien – vor allem auch zum Leistungssport. Da sind uns einige andere Länder voraus."

Was sind die Trends und Entwicklungen am Sponsoring-Markt in Österreich?
C.W.:
 "Aus der Sicht der kleineren Vereine/Verbände gibt es in Österreich zwei Sponsoring-Märkte. Den Winter- und Fußball-Markt und den Rest. Sponsoring als Kommunikationsplattform hat sich leider noch nicht in allen Sportarten etabliert, obwohl das Potential sehr groß wäre. Innovation und Kreativität werden eine immer wichtigere und entscheidendere Rolle spielen. Man muss neue Wege gehen, um neue Benchmarks setzten zu können. Das Naming Right im Handball ist natürlich die prominenteste Werbefläche, die sehr viele Möglichkeiten bietet und – gemessen an Preis/Leistung – einen sehr guten Werbewert im Handball erzielen lässt."

Sie werden am 20./21. April 2015 bei SPORT & MARKE referieren. Was dürfen die Teilnehmer erwarten?
C.W.:
 "Wir wollen am Beispiel WESTWIEN aufzeigen, wie man mit begrenzten Möglichkeiten aber modernen Ansätzen, professionell und erfolgreich einen Verein aufbauen kann. Für uns gilt: Im Großen zu denken, Zusammenhänge zu erkennen und Synergien zu nutzen – also einen Mehrwert für alle zu schaffen.
SPORT & MARKE ist einer der Top Veranstaltungen im Österreichischen Sport – Es ist wichtig, dem Sport in Österreich eine größere Stimme zu geben. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, eine Basis zu schaffen, um in vielen Bereichen den Stellenwert des Österreichischen Sports langfristig und nachhaltig zu heben."

Vielen Dank für das Interview.

 

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