FUSSBALLVEREINE SIND MARKEN, DIE GEPFLEGT WERDEN MÜSSEN | SPORT & MARKE

FUSSBALLVEREINE SIND MARKEN, DIE GEPFLEGT WERDEN MÜSSEN

Kurier.at

24. Mai 2017

Vorbild Basel. In Österreich wird der Schweizer Klub als Vorbild genannt. Marketing-Boss Blaser gibt Einblicke.

Morgen wartet auf Marc Janko der letzte Höhepunkt im Basel-Dress: Das Cup-Finale gegen Sion. Danach beginnt beim Schweizer Serienmeister eine neue Ära. Nicht nur der Teamstürmer muss gehen: Vorstand, Sportchef, Trainer und viele Spieler werden ausgetauscht. Trotz oder gar wegen der unglaublichen Erfolge? Meistercoach Urs Fischer wäre bei Rapid gerne gesehen, tendiert derzeit aber zu einer Pause.
Nach Wien gekommen ist hingegen Martin Blaser, 49. Der Marketing_Vorstand war vor seinem Abschied vom FCB beim Kongress "Sport & Marke" als Experte eingeladen. Im KURIER Interview spricht der künftige Geschäftsführer von "Infront Ringier" über Vereine als Marke, die Grenzen des Vermarktbaren und die Wünsche der Fans.

KURIER: Wo kann sich ein Serienmeister wie Basel im Marketing noch verbessern?
Martin Blaser: Wir sind in der Sponsoren-Pyramide mit 86 Partnern ausverkauft, obwohl das Fundament erst im Juli 2016 verbreitert wurde. Wir sind im nationalen Geschäft ganz, ganz oben. Wir fuhren den FCB-Business-&Sports-Summit durch, organisieren acht Kinder-Camps und acht Golfturniere. Es stellt sich die Frage, was im SocialMedia und in der Virtual Reality in ein paar Jahren sein wird, ob da noch mehr Geld zu verdienen ist. Aber in der "bekannten Welt" geht aktuell nicht viel mehr.