Referenteninterviews

SAXOPRINT: „Österreich zählt zu unseren Kernmärkten.."

SAXOPRINT: „Österreich zählt zu unseren Kernmärkten.."

Stephan Strehlow, Head of Marketing bei SAXOPRINT, gibt Preis warum Eishockey und eine Online-Druckerei zusammen passen.

Wie passen SAXOPRINT als Online-Druckerei und die  Österreichische Nationalmannschaft im Eishockey zusammen?

Stephan Strehlow: Über das Premium-Recht österreichische Eishockey-Nationalmannschaft können wir glaubhaft kommunizieren, für was SAXOPRINT steht: hohe Geschwindigkeit, präzises Druckhandwerk, erstklassige Qualität, Leidenschaft und Teamwork. Unser Engagement beim ÖEHV und dem Nationalteam reiht sich dabei perfekt in unser bestehendes Sponsoringportfolio ein. Darüber hinaus haben wir durch diesen Partner Zugang zu sehr interessanten Kommunikationsnetzwerken.

Ihr Ziel ist die Bekanntheitssteigerung im europäischen Raum. Weshalb ist das Sponsoring in Österreich für Sie interessant?


Stephan Strehlow: „Österreich zählt zu unseren Kernmärkten. Er ist hart umkämpft bei einem hohen Wettbewerberdruck. Sponsoring, insbesondere Sportsponsoring, ist dabei ein relevanter Bestandteil in unserem Kommunikations-Mix."

Bei Sport & Marke stehen Sie auf der Bühne des Forums Aktivierung. Inwiefern benötigt das Sponsoring bei der Eishockey Nationalmannschaft eine Aktivierung?

Stephan Strehlow: „Meiner Meinung nach benötigt jede Sponsoring Aktivität Aktivierung. Durch Emotionen und Interaktion erreicht man eine deutlich tiefere Verankerung der Marke. Das bloße Abbilden seines Markenzeichens im Kontext von Sportsponsoring ist längst nicht mehr ausreichend. Unser Ziel ist das Abheben aus der Masse an Sponsoren, das emotionale Aufladen unserer Marke und vor allem eine Interaktion mit unserer Zielgruppe. Die Aktivierung von Sponsorships ist notwendig, um ein Involvement zu erzielen und im relevanten Set der Zielgruppe zu bleiben


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"Gemeinsame Monetarisierungs-Konzepte sind nötig"

"Gemeinsame Monetarisierungs-Konzepte sind nötig"

Interview mit Axel Klingel
(task communication, Managing Director)

Die Digitalisierung des Sporterlebnisses ist in aller Munde, dennoch hat man das Gefühl, der „Shift“ ist bei uns noch nicht wirklich angekommen. Wo liegt Europa im Vergleich zu Amerika?
Axel Klingel: 
"Der strukturelle Unterschied zwischen Stadien und Hallen in den USA und in Europa begründet sich insbesondere mit der infrastrukturellen Ausstattung. Kaum eines der Venues in den 3 Top-Ligen NBA, NFL und NHL, sowie der überwiegende Teil der weiteren überwiegend für Konzerte genutzten Multifunktionshallen in den Vereinigten Staaten, verfügen zumindest über ein flächendeckendes WLAN. Die damit zur Verfügung stehenden Hotspots werden in den überwiegenden Fällen mit einer Venue-bezogenen App und/oder entsprechenden Angeboten der dort spielenden Teams ergänzt. 

Zudem existieren oft ergänzende Angebote von Sponsoren, Partnern und Dienstleistern die über die Netze der Hallen und Stadien den Nutzer mit Zusatzdiensten wie Information zum öffentlichen Nahverkehr, Angeboten nach Ende der Veranstaltung und Tickets für kommende Veranstaltungen versorgen. Da die Nutzung von Smartphones auch in Europa weiter wachsen wird, kann von einer weiter steigenden Anforderungen der Stadionbesucher an Konnektivität ausgegangen werden." 

Es gibt viele Möglichkeiten digitale Features während eines Events zu integrieren. Was ist Ihrer Meinung nach der stärkste Trend, was hat das Potential zum "Business Case" zu werden?

Axel Klingel: "
Der Schwerpunkt von Stadionapplikationen liegt hierzulande tatsächlich noch in der Übermittlung von Informationen zu Spielständen, Team-News und stadionspezifischen Dienstleistungen, sowie der Nutzung als Schnittstelle zu sozialen Netzwerken der Besucher. Ein bereits jetzt wachsender Bereich ist die Integration von Event-bezogener Werbung in den Anwendungen. Mehr als 50% der App-Nutzer des Super Bowls 2016 haben sich während des Stadionbesuchs die Werbespots nach Ausstrahlung im TV auf Ihre Endgeräte gestreamt.  Zukünftig, und das zeigt zumindest die Entwicklung in den USA, aber auch erste Erfahrungen aus Großbritannien, werden verstärkt auch Absatzfunktionen über die mobilen digitale Systeme in und im Umfeld der Venues hinzukommen. So wurde während des Super Bowls 2016 eine um mehr als 60% höhere Nutzung von Cateringangeboten über die Levi's Stadium App festgestellt. 

Einen Business Case stellt das vor dem Hintergrund der teils enormem Investitionen insbesondere bei der Nachrüstung existierender Arenen noch nicht dar. Erst wenn Betreiber, Nutzer und Partner der Venues gemeinsame Konzepte für die Monetarisierung entwickeln und umsetzen, werden entsprechende Rückflüsse zu erwirtschaften sein  - hierbei sind vor allem Merchandising, Ticketing und Cateringangebote, sowie Affiliate-Programme mit Sponsoren und Handelspartnern zu nennen. 

Haben Sie bereits Kenntnisse über das Nutzungsverhalten digitaler Zusatzangebote?/ Welche Investitionen machen sich bezahlbar? 
Axel Klingel: "Aufgrund der derzeit noch schwachen WLAN-Infrastruktur zumindest in mitteleuropäischen Stadien und Arenen, kann zwar von einem wachsendes Interesse an Zusatzangeboten gesprochen werden, es kann aber noch keine Ableitung hinsichtlich der Rückflüsse getätigter Investitionen getroffen werden. Eines ist jedoch offensichtlich, die Betreiber von Stadien und Arenen, ob privat oder kommunal bewirtschaftet, sind mit stetig wachsenden Anforderungen seitens der Nutzer, also Vereinen, Veranstaltern oder Sponsoren, von Caterern und von Besuchern konfrontiert. Allein durch den Einsatz von Mobile Payment über das Smartphone werden Produktivitätszuwächse erwartet die den Betrieb eines Stadions wirtschaftlicher machen.  

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass zukünftig auch stärker Sicherheitsaspekte eine Rolle spielen. So kann bereits heute das Bewegungsverhalten von Besuchern in Stadien und Arenen über die sich im System registrierten Endgeräte beobachtet und analysiert werden. Zukünftig werden insbesondere bei Großveranstaltungen und im Zusammenspiel mit Mobile Ticketing personenbezogene Daten erhoben die eine Personalisierung der Tickets und damit damit eine einfachere Identifikation des Besuchers ermöglichen."


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"One-Stop-Shop für Sportanbieter"

"One-Stop-Shop für Sportanbieter"

Interview mit Rainer Geier
(Geschäftsführer LAOLA1)

Rainer Geier, Geschäftsführer der LAOLA1 Multimedia GmbH, im Interview über die Erfolgsfaktoren von LAOLA1, den starken Einfluss der sozialen Medien auf die strategische Ausrichtung von LAOLA1 sowie seinen Vortrag am 20. April 2015 bei SPORT & MARKE.

Herr Geier, Sie sind Europas größte Sport-Streaming-Plattform und einer der größten österreichischen Produktionsdienstleister. Worin sehen Sie die Erfolgsfaktoren von LAOLA1?
R.G.:
 "Wir haben schon sehr früh begonnen die gesamte Wertschöpfungskette im digitalen Sportbereich anzubieten. Dieser "first-mover"-Effekt, gepaart mit unserem klaren Fokus auf Innovation und höchste Qualität sowie unsere Internationalisierungsstrategie sind sicher die Basis unseres Unternehmens.
So betreiben wir mit LAOLA1.at und LAOLA1.tv zum einen zwei starke Medienmarken, betreuen aber auch Website- und Mobile-Dienstleistungen für zahlreiche internationale Vereine, Verbände und Medien und bieten zum anderen im Streaming- und Produktionsbereich unser umfassendes Know-how auch am Markt an. Zudem kommen noch hochwertige Medienrechte von Sportevents durch unsere Rechteagentur the sportsman dazu, die vor allem für Medien- und Sportwettanbieter interessant sein können. Wenn Sie so wollen, verstehen wir uns als One-Stop-Shop für alle Anbieter im Sportbereich."

Inwiefern beeinflussen die sozialen Medien, Second Screen, Connected Stadium etc. Ihre strategische Ausrichtung? Worauf legen Sie Ihr besonderes Augenmerk?
R.G.: 
"Sehr stark. Da soziale Medien für alle Sportevents prädestiniert sind, sei es um einfach mit seinen Freunden zu diskutieren, Gefühlsausdrücke zu verbreiten oder Meinungen zu kreieren, beschäftigen wir uns sehr stark mit dem Thema. Wir bieten für unsere User, Fans und Follower einen eigenen Facebook-Stammtisch, Twitter-Walls und Hashtags an, um untereinander zu diskutieren bzw. vor allem mit unseren LIVE-Kommentatoren oder auch Redakteuren in Kontakt zu treten – Fragen zu stellen, Meinungen kund zu tun etc. Darüber hinaus bieten wir virale Spiele an, die zu unserem Content passen. Und vor allem wollen wir unsere Fans mit einbeziehen: zum Beispiel durch eine Fanaktion, in der wir über Facebook einen Co-Kommentator für ein Spiel aus der spanischen "La Liga" gesucht und gefunden haben.
Nicht zu vergessen sind unsere LIVE-Ticker von LAOLA1.at als Second Screen Applikation. Neben dem TV-Bildschirm hat man so einen kompakten Überblick über Statistik-Daten, Blitztabelle, Heatmaps und Spielerdaten."

Im Medien.Forum von SPORT & MARKE werden Sie am 20. April 2015 mit Dieter Jaros von Sky Österreich an einer Diskussionsrunde mit dem Thema „Social Media, Paid-Content, Video Content - Neue Formen der Monetarisierung“ teilnehmen. Auf was dürfen sich die Zuhörer freuen?
R.G.: 
"Ich denke, dass es sehr viele neue Inputs und Erfolgsstrategien von innovativen Unternehmen im Medienbereich geben wird. Die Zuhörer dürfen sich sicher auf jede Menge "Insights", neue Denkansätze und Medienkonzepte freuen, die sie vielleicht auch für sich selbst umsetzen können. Ich freue mich bereits auf eine ansprechende Diskussion mit den Kollegen."

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Der K(r)ampf um die Fans

Der K(r)ampf um die Fans

Interview mit Jochen Sauer
(Geschäftsführer FC Red Bull Salzburg)
und Christian Ebenbauer
(Vorstand Österreichische Fußball-Bundesliga)

Wie werden Ligen, Sportarten, Vereine und Verbände für Zuschauer, Partner und Sponsoren interessant? Dies ist eine der Kernfragen der zweiten Ausgabe von SPORT & MARKE am 20./21. April 2015 in Wien. 400 Teilnehmer und 45 Referenten diskutieren brandaktuelle Themen des österreichischen Sportbusiness. Stets im Fokus: Die Professionalisierung und Erschließung des Sportstandorts Österreich. Der Veranstalter ESB Marketing Netzwerk führte im Vorfeld des Kongresses exklusiv ein Interview mit Christian Ebenbauer, Vorstand der Österreichischen Fußball-Bundesliga, und Jochen Sauer, Geschäftsführer des FC Red Bull Salzburg zum Status Quo des österreichischen Fußballs.

Seit der Saison 2007/2008 sind die Zuschauerzahlen in österreichischen Stadien rückläufig. Welche Gründe sehen Sie hierfür?
Jochen Sauer.: „Ein möglicher Grund ist das Liga-Format im Zusammenhang mit dem Umstand, dass in Österreich viele größere „Traditionsvereine“ aus verschiedenen Gründen aus dem Profifußball verschwunden sind. An ihrer Stelle sind etliche kleinere Klubs in die oberste Liga aufgestiegen. Diese sind zwar sportlich durchaus ebenbürtig, verfügen aber über ein deutlich geringeres Fanpotential. Generell ist es mir aber auch wichtig zu erwähnen, dass der Fußball in Österreich Woche für Woche weit mehr Menschen bewegt als jede andere Sportart und überdurchschnittliches lautes Jammern dem Produkt deutlich mehr schadet als hilft.“

Christian Ebenbauer.: „In erster Linie ist darauf hinzuweisen, dass wir in der Herbstsaison 2014 erstmals seit 2008 wieder ein Zuschauerwachstum haben, sowohl in der tipico Bundesliga mit 8% als auch in der Sky Go Ersten Liga mit 12%. Mit dem überaus erfolgreichen Nationalteam und Klubs in den internationalen Wettbewerben haben wir die Chance, auf diesem positiven Trend weiter aufzubauen, um den Rekordwert aus der Saison 2007/08 rund um die EURO Euphorie wieder zu erreichen und hoffentlich auch zu überbieten.“

Als Grund, weshalb sie keine Fußballspiele mehr anschauen gehen, geben rund 45% der Befragten an, dass Ihnen die Eintrittspreise und die Kosten des Stadionbesuchs zu hoch seien. Welche Lösungsansätze schlagen Sie vor?
J.S.: 
„In diesem Zusammenhang ist mir wichtig zu erwähnen, dass der FC Red Bull Salzburg im gesamtösterreichischen Vergleich sehr moderate Eintrittspreise bei sehr hohem Stadionkomfort bietet. Eine Möglichkeit, das Fans sich nicht bzw. weniger an den Eintrittspreisen stoßen ist es, die Stadioninfrastruktur zu verbessern. Für gute Qualität ist man sicherlich (eher) bereit, gutes Geld zu bezahlen.“
C.E.: „Natürlich könnte man jetzt sagen, mit einer Preissenkung wäre dem entgegen gewirkt. Unter dem Aspekt, dass ein Stadionbesuch in der österreichischen Fußball-Bundesliga im europäischen Vergleich günstig ist, muss man dieses Thema meines Erachtens jedoch andersrum angehen. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis gegeben ist. Die An- und Abreise, der Stadion-Komfort und das soziale Erlebnis sind zusätzlich zum sportlichen Ereignis in den Vordergrund zu stellen.“

Vergleichsweise gibt es weniger Gewaltvorfälle in Österreich, als in anderen Ligen. Dennoch assoziiert man häufig Gewalt-Bilder mit der Österreichischen Liga. Wie löst man Ihrer Meinung nach das Problem mit der Aussendarstellung?
J.S.: 
„Ich bin mittlerweile schon sehr viele Jahre im Fußball aktiv (1860 München, Hertha BSC, VfL Wolfsburg) und habe viel erlebt. Meine Erfahrungen in Österreich sind dazu ganz andere, ich kann diesen Eindruck nicht nachvollziehen.“
C.E.: „Wichtig ist, das Bild in der Öffentlichkeit zu ändern. Die Stadien in Österreich sind sicher. Wir müssen aber natürlich weiter daran arbeiten, dass neben den Stadien selbst auch das Umfeld der Stadien noch sicherer wird. Zur weiteren Verbesserung sind Prävention und Aufklärung besonders wichtige Mittel. In diesem Zusammenhang arbeiten wir eng mit dem BMI, dem ÖFB und den Klubs zusammen. Infrastrukturelle Bedingungen unterstützen darüber hinaus die Sicherheit der Fans in den Stadien. Leider macht aber ein Vorfall, wie zum Beispiel jener im November beim Wiener Derby, die gute Arbeit von einem ganzen Jahr kaputt.“

Wo sehen Sie dringenden Entwicklungsbedarf, um den Österreichischen Fußball weiter zu professionalisieren?
J.S.:
 „Hier sehe ich zwei Bereiche, die verbesserungswürdig sind: Infrastruktur und die mediale Vermarktung des „Produktes Bundesliga“!“
C.E.: „Die Infrastruktur wird in den nächsten Jahren ein wichtiger Punkt zur weiteren Professionalisierung sein. Dazu haben wir eine Offensive ausgerufen, die auch von den Klubs gut angenommen wird. Es gilt aber auch weiterhin die guten Entwicklungen der letzten 10 Jahre in wirtschaftlicher Hinsicht weiterzuführen sowie die Organisationsentwicklung des Profifußballs zu forcieren. Dadurch soll im Ergebnis das Image des österreichischen Profifußballs verbessert werden. Schließlich ist der Fußball nicht nur weltweit sondern auch in Österreich ein wesentlicher sozialer und wirtschaftlicher Faktor.“

Haben Sie ein Vorbild bei dem Sie sagen: "Dieser Verein mach einen sehr guten Job!". Welcher ist dies und weshalb?
J.S.: 
„Die Arbeit bei der SV Josko Ried finde ich bemerkenswert. Auch Ried ist ein kleiner Klub, der allerdings über ein atmosphärisch sehr feines Stadion verfügt, in der sämtliche Bereiche durchaus attraktiv gestaltet sind. Ich denke, dass sich VIP-Gäste, Fans, Medien und auch die Gastmannschaft im Rieder Stadion zumeist sehr wohl fühlen. Und auch sportlich leistet der Klub schon über Jahre hindurch gute Arbeit, bleibt auch bei zwischenzeitlich geringerem Erfolg ruhig und behält die Linie und Strategie bei.“
C.E.: „Gleichbehandlung ist das oberste Prinzip der Geschäftsstelle der Bundesliga. Deswegen möchte ich jetzt keinen Klub speziell hervorheben. Vor allem sind bei derartigen Vergleichen immer auch die unterschiedlichen Voraussetzungen zu berücksichtigen. Und damit sind wir beim wichtigsten Punkt. Unser Ziel ist es, die 20 Klubs der Bundesliga trotz dieser teilweise großen Unterschiedlichkeiten gemeinsam weiterzuentwickeln. Natürlich ist auch jeder Klub gefordert mit den vorhandenen Mitteln das Maximum in sportlicher, wirtschaftlicher, infrastruktureller und organisatorischer Hinsicht zu erreichen.“

Vielen Dank für das Interview.

 

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"Es gibt zwei Sponsoringmärkte in Österreich"

"Es gibt zwei Sponsoringmärkte in Österreich"

Interview mit Konrad „Conny“ Wilczynski
(Geschäftsführender Manager 
SG INSIGNIS Handball WESTWIEN)

Die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN spielt in der höchsten Österreichischen Spielklasse der Handball Liga Austria. 1946 gegründet, durchlief der Verein historisch einige sportliche und finanzielle Höhen und Tiefen, inklusive Zwangsabstieg und Rückzug des Hauptsponsors 1980/81. Nach einem umfassenden Neustart 2011 und organisatorischen Umstrukturierung stehen die Handballer aus Westwien nun vor ambitionierten Zielen. Geschäftsführender Manager Konrad „Conny“ Wilczynski arbeitet an der Weiterentwicklung und Professionalisierung des Vereins - vom Produkt zur Marke. Welche Voraussetzungen bei einer strategischen Professionalisierung eines Clubs erforderlich sind erzählt „Conny“ Wilczynski im Interview.

Welche Rolle spielt die Professionalisierung im Sport in Österreich?
Conny Wilczynski: 
"Die Professionalisierung spielt eine entscheidende Rolle. Viele Vereine und Verbände haben sich in den letzten Jahren zu Wirtschaftsunternehmen entwickelt – man kann einen Verein oder Verband nicht mehr einfach nebenbei führen, wenn man professionell und erfolgreich arbeiten will. Unser Grundsatz lautet: Hauptamtlichkeit in der Spitze, Ehrenamt in der Breite.
Der Sport alleine wird es aber nicht schaffen. Hier wünsche ich mir ein klareres Commitment von Wirtschaft, Politik und Medien – vor allem auch zum Leistungssport. Da sind uns einige andere Länder voraus."

Was sind die Trends und Entwicklungen am Sponsoring-Markt in Österreich?
C.W.:
 "Aus der Sicht der kleineren Vereine/Verbände gibt es in Österreich zwei Sponsoring-Märkte. Den Winter- und Fußball-Markt und den Rest. Sponsoring als Kommunikationsplattform hat sich leider noch nicht in allen Sportarten etabliert, obwohl das Potential sehr groß wäre. Innovation und Kreativität werden eine immer wichtigere und entscheidendere Rolle spielen. Man muss neue Wege gehen, um neue Benchmarks setzten zu können. Das Naming Right im Handball ist natürlich die prominenteste Werbefläche, die sehr viele Möglichkeiten bietet und – gemessen an Preis/Leistung – einen sehr guten Werbewert im Handball erzielen lässt."

Sie werden am 20./21. April 2015 bei SPORT & MARKE referieren. Was dürfen die Teilnehmer erwarten?
C.W.:
 "Wir wollen am Beispiel WESTWIEN aufzeigen, wie man mit begrenzten Möglichkeiten aber modernen Ansätzen, professionell und erfolgreich einen Verein aufbauen kann. Für uns gilt: Im Großen zu denken, Zusammenhänge zu erkennen und Synergien zu nutzen – also einen Mehrwert für alle zu schaffen.
SPORT & MARKE ist einer der Top Veranstaltungen im Österreichischen Sport – Es ist wichtig, dem Sport in Österreich eine größere Stimme zu geben. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, eine Basis zu schaffen, um in vielen Bereichen den Stellenwert des Österreichischen Sports langfristig und nachhaltig zu heben."

Vielen Dank für das Interview.

 

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